Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen

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Leiterin / Leiter des Havariekommandos (m/w/d) (20201700_0002)

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sucht für das Havariekommando zum nächstmöglichen Zeitpunkt, unbefristet, eine/einen

Leiterin / Leiter des Havariekommandos (m/w/d)

mit der Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst oder gleichwertigen Kenntnissen und Erfahrungen.
Der Dienstort ist Cuxhaven.

Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. Es hat am 01. Januar 2003 seinen Dienst aufgenommen und gewährleistet ein gemeinsames Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee. Das Havariekommando bündelt die Verantwortung für die Planung, Vorbereitung, Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Verletztenversorgung, zur Schadstoffunfallbekämpfung, zur Brandbekämpfung, zur Hilfeleistung und zur Gefahrenabwehr bezogenen Bergung bei komplexen Schadenslagen auf See sowie einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit.
Gesucht wird eine Persönlichkeit, die durch ihr souveränes und sensibles Auftreten in jeder Situation überzeugt, die eine heterogene Einheit wie das Havariekommando kooperativ und zielorientiert zu führen weiß, umfangreiche Erfahrungen in der Stabsarbeit vorweisen kann, die insbesondere im Einsatzfall bereit und in der Lage ist, Entscheidungen effektiv und effizient vorzubereiten, zu treffen und zu vertreten und die mit ausgeprägten Kommunikations-, Informations- und Konfliktfähigkeiten die großen Herausforderungen, vor denen das Havariekommando als gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Länder steht, flexibel und konstruktiv bewältigen kann.

Bewerbungsfrist 28. Oktober 2020
Arbeitsbeginn 01.02.2021
Arbeitszeit Vollzeit/Teilzeit
Vertragsart unbefristet
Laufbahn höherer Dienst
Bewerbergruppe: Tarifbeschäftigte / Beamte

Arbeitsort

Bezeichnung: Havariekommando
Ort: Cuxhaven
PLZ: 27472
Bundesland: Niedersachsen

Ihre Aufgaben

Alltagsorganisation:

  • Leitung der gemeinsamen Einrichtung Havariekommando mit derzeit 40 Beschäftigten des Bundes und der Länder
  • Organisation des Alltagsbetriebs und des Havariestabs
  • Leitung der nach der Havariekommandovereinbarung und Schadstoffunfallvereinbarung See vorgesehenen Koordinierungsausschüsse inklusive Geschäftsführung
  • Erarbeitung, Einführung und Umsetzung von strategischen Vorgaben für den Aufgabenbereich der Maritimen Notfallvorsorge
  • Ansprechpartner für die übergeordnet zuständigen Innen- und Umweltressorts der Küstenländer, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie der parlamentarische Gremien der Küstenländer und des Bundes
  • Vertretung des Havariekommandos in internationalen und nationalen Gremien
  • Vertretung des Havariekommandos in der Öffentlichkeit; Wahrnehmung der strategischen Öffentlichkeitsarbeit (Pressegespräche, Vorträge, Podiumsdiskussionen)
  • Personal-, Organisations- und Haushaltsangelegenheiten
  • Organisation der Zusammenarbeit mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Cuxhaven
    .

Besondere Aufbauorganisation:

  • Entscheidung über das Vorliegen einer komplexen Schadenslage bzw. eines komplexen Schadstoffunfalls
  • Übernahme der Gesamteinsatzleitung bei komplexen Schadenslagen bzw. komplexen Schadstoffunfällen auf See und Führung der vorgesehenen Einsatzkräfte und –mittel
  • Entscheidung über die zu treffenden Maßnahmen und zu erteilenden Aufträge nach der Havariekommandovereinbarung und Schadstoffunfallvereinbarung See mit Festlegung und Durchsetzung der Einsatzstrategie und Einsatzziele
  • Information und Beratung politischer Entscheidungsträger bei maritimen Großschadenslagen
  • Verhandeln (national/international) mit Versicherern, Reedereien, Consultern, Rechtsvertretern, Ladungseigentümern, Fachexperten, Sachverständigen sowie Hafen/Terminalbetreibern etc. im Rahmen von komplexen Schadenslagen bzw. komplexen Schadstoffunfällen
  • Steuerung der Öffentlichkeitsarbeit bei komplexen Schadenslagen bzw. komplexen Schadstoffunfällen auf See

Ihr Profil

Zwingende Anforderungskriterien:

  • Befähigung für den höheren Dienst oder gleichwertige Kenntnisse und Erfahrungen
  • Sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache (wird im Rahmen des Auswahlverfahrens geprüft)

Wichtige Anforderungskriterien:

  • Erfahrung in der Leitung von Einsatzlagen mit vertieften Kenntnissen zur Stabsarbeit
  • Erfahrung in Positionen mit Führungsverantwortung
  • Kenntnisse auf dem Gebiet der Maritimen Notfallvorsorge und technischen Schiffssicherheit (Schadstoffunfallbekämpfung, Schiffsbrandbekämpfung, Verletztenversorgung, Bergung zur Gefahrenabwehr, Technische Hilfeleistung)
  • Anwendung der einschlägigen nationalen, europäischen und internationalen Rechtsnormen im Seeverkehr (Nationales Gefahrenabwehrrecht, Internationales Seerecht, Bergungsrecht, Internationale Übereinkommen zur maritimen Gefahrenabwehr etc.)
  • Kenntnisse und Erfahrungen in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und der Krisenkommunikation
  • Kenntnisse der föderalen und kommunalen BOS-Strukturen sowie der Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern
  • Weitere Fremdsprachenkenntnisse sind von Vorteil
  • Ausgeprägte Fähigkeit, auch in unsicheren Situationen und mit Personengruppen konstruktiv, verlässlich sowie unterstützend zusammenzuarbeiten
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, fair und vertrauensvoll auch mit großen heterogenen Gruppen zu kommunizieren und den Informationsfluss in einem umfassenden Verantwortungsbereich und an Schnittstellen zu steuern
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, auch mehrere heterogene Interessen bei der Reaktion auf einen Konflikt zu berücksichtigen, mittel- bis langfristige Lösungen innerhalb eines umfassenden Verantwortungsbereichs abzuleiten und Konflikte zu antizipieren
  • Ausgeprägte Fähigkeit, die Eigeninitiative von Mitarbeitenden auch in einem größeren Verantwortungsbereich durch einen vertrauensvollen und zieldienlichen Austausch zu fördern
  • Ausgeprägte Fähigkeit, auch mittelfristige Aufgaben und Ziele in einem größeren Verantwortungsbereich zu definieren und durch die Steuerung von Gruppen zu verfolgen
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, klare Prioritäten auch in einem umfassenden Verantwortungsbereich zu setzen und auch sehr weitreichende Entscheidungen bei unvollständiger Informationsbasis zu treffen
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, auch in einem umfassenden Verantwortungsbereich flexibel und chancenorientiert und auch mit ungewissen Veränderungen unter erschwerten Bedingungen umzugehen
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, unter einer mittel- bis langfristigen Perspektive auch Verantwortung für die eigenen Zuständigkeiten innerhalb eines umfassenden Arbeitsbereichs zu übernehmen
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, Chancengleichheit auch innerhalb eines größeren Verantwortungsbereichs und in konfliktären Situationen zu schaffen sowie einzufordern und die Vielfalt der Belegschaft gezielt und nachhaltig zu nutzen
  • Hoch ausgeprägte Fähigkeit, auch widersprüchliche Bedürfnisse zu erkennen und in wenig vertrauten sowie in emotional herausfordernden Situationen entsprechend zu handeln
  • Ausgeprägte Fähigkeit, auch in ungewohnten Situationen Ruhe und Sicherheit auszustrahlen
  • Bereitschaft zur Übernahme von Rufbereitschaft, zur Teilnahme an Auslandseinsätzen, zur Wahrnehmung dienstlicher Termine außerhalb der Regeldienstzeit

Unser Angebot

Für Tarifbeschäftigte liegt die Wertigkeit des Dienstpostens im außertariflichen Bereich.

Für Beamtinnen und Beamte ist der Dienstposten nach Besoldungsgruppe A 16 BBesG bewertet.

Besondere Hinweise

Für Bewerberinnen und Bewerber, die bereits im öffentlichen Dienst beschäftigt sind, gilt: Bewerbungsberechtigt sind Beamtinnen und Beamte des höheren Dienstes, die mindestens ein Amt der Besoldungsgruppe A 14 innehaben sowie vergleichbar eingruppierte Tarifbeschäftigte.

Bewerberinnen und Bewerber außerhalb des öffentlichen Dienstes müssen über eine vergleichbare Funktion verfügen.

Der Dienstposten ist grundsätzlich zur Besetzung mit Teilzeitkräften geeignet.

Frauen werden verstärkt zur Bewerbung aufgefordert. Frauen werden bei gleicher Qualifikation nach Maßgabe des § 8 BGleiG bevorzugt berücksichtigt. Den Belangen des Bundesgleichstellungsgesetzes wird hierbei Rechnung getragen.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt eingestellt. Es wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Die Auswahl erfolgt durch eine Kommission.

Das Auswahlverfahren ist mehrstufig. Eine Vorauswahl wird anhand der Bewerbungsunterlagen getroffen. Bei mehreren im Wesentlichen gleich Geeigneten erfolgt eine zusätzliche Auswahl aufgrund eines strukturierten Potenzialinterviews und Auswahlgespräches. Die zwingend erforderlichen sehr guten Englischkenntnisse werden im Auswahlverfahren bzw. Vorstellungsgespräch gesondert überprüft.

Fühlen Sie sich angesprochen?

Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 28.10.2020 über das Elektronische Bewerbungsverfahren (EBV) auf der Einstiegsseite
http://www.bav.bund.de/Einstieg-EBV

Hier geben Sie bitte den oben genannten Referenzcode ein.

Bitte laden Sie im weiteren Verlauf Ihre aussagekräftigen und vollständigen Bewerbungsunterlagen [Lebenslauf (lückenlose Darstellung des Werdegangs seit dem Schulabschluss), Studienabschlusszeugnisse und -urkunden, qualifizierte Arbeitszeugnisse (ggf. Anlassbeurteilung bzw. Zwischenzeugnis / aktuelle Beurteilungen). Insbesondere das Vorliegen sämtlicher Anforderungen ist durch Beurteilungen, Zeugnisse, Lehrgangsnachweise oder Ähnliches nachzuweisen] sowie eine Übersicht über sämtliche Fortbildungsmaßnahmen der letzten 5 Jahre als Anlage in Ihr Kandidatenprofil hoch.

Zusätzlich pflegen Sie bitte in Ihrem Kandidatenprofil unter „Ausbildung/Abschlüsse“ Ihren entsprechenden Studienabschluss mit Ausprägung.

Bei ausländischen Bildungsabschlüssen bitten wir um Übersendung entsprechender Nachweise über die Gleichwertigkeit mit einem deutschen Abschluss. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Internetseite der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) unter http://www.kmk.org/zab

Für Fragen im Zusammenhang mit dem Elektronischen Bewerbungsverfahren steht Ihnen die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen unter der Rufnummer 04941 602-240 zur Verfügung.

Ansprechpartner/in

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Herr Machunze unter der Telefonnummer: 0228 99300-3122.

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