Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen

Welche Ausgaben sind nicht zuwendungsfähig?

Nicht zuwendungsfähig sind insbesondere:

• Personalausgaben, die beim Antragsteller entstehen
• Ausgaben für Werbetafeln oder ähnliche Werbematerialien
• Ausgaben für Planung und Genehmigungsprozesse
• laufende Betriebs- und Wartungskosten


Welche Förderquote gilt?

In der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Deutschland wird in Punkt 5.2 und
5.3 der jeweilige Höchstfördersatz mit 60 % der zuwendungsfähigen Kosten angegeben. Hierbei
handelt es sich um die Definition des grundsätzlich möglichen Fördersatzes während der Laufzeit des
Förderprogramms.
In Nr. 5 Abs. 4 in Verbindung mit Nr. 7.2 der Richtlinie wird jedoch darauf hingewiesen, dass die
jeweils geltenden Förderhöchstsätze über separate Förderaufrufe konkret festgelegt werden und
diese auch von der in der Richtlinie genannten Höchstförderquote nach unten abweichen können.
Maßgeblich ist immer die Festlegung in den jeweils geltenden Förderaufrufen.

Wie errechnet sich die Höhe der Fördermittel?

Bemessungsgrundlage für die Zuwendung sind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Der maximale Förderbetrag kann jedoch nur bei ununterbrochener öffentlicher Zugänglichkeit entsprechend Abschnitt 6.4 der Förderrichtlinie (24 Stunden/Tag an 7 Tagen/Woche) bewilligt werden.

• Normalladepunkte ab 3,7 bis einschließlich 22 Kilowatt werden mit einem prozentualen Anteil von maximal bis zu 40 Prozent, höchstens jedoch mit 2.500 € pro Ladepunkt,
• Schnellladepunkte im blauen Bereich ab 50 Kilowatt Ladeleistung bis kleiner als 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 50 Prozent bis höchstens 12.000 Euro,
• Schnellladepunkt im blauen Bereich ab einschließlich 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 50 Prozent bis höchstens 30.000 Euro,
• Schnellladepunkte im gelben Bereich ab 50 Kilowatt Ladeleistung bis kleiner als 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 30 Prozent bis höchstens 9.000 Euro,
• Schnellladepunkte im gelben Bereich ab einschließlich 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 30 Prozent bis höchstens 23.000 Euro, gefördert.
• Zur Erreichung eines zusätzlichen Mehrwertes wird die Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur sowie die Ertüchtigung von Netzanschlüssen mit einem prozentualen Anteil von maximal 40 Prozent gefördert. Die unter 4.1 bis 4.3 genannten Höchstbeträge je Förderkategorie gelten entsprechend.

• Ergänzend wird der Netzanschluss pro Standort gefördert. Die Förderquote für den zu fördernden Netzanschluss entspricht der Förderquote der Hardware, die gemäß 4.1 oder 4.2 gewährt wird.
• Netzanschlüsse an das Niederspannungsnetz werden höchstens mit 5.000 € pro Standort und
• Netzanschlüsse an das Mittelspannungsnetz werden höchstens mit 50.000 € pro Standort
gefördert.

Die Förderung von mehreren Ladepunkten an einer Ladestation(-säule) setzt voraus, dass diese gleichzeitig genutzt werden können.

Erfolgt die Förderung anteilig und gibt es eine Eigenbeteiligung?

Die Förderhöhe variiert im dritten Förderaufruf je nach Förderbereich (Normalladepunkt oder Schnellladepunkt) sowie bei Schnellladepunkten je nach Bedarf an dem jeweiligen Standort (Nr. 4.1 bis 4.2).

Die Antragsteller haben daher einen Eigenanteil von mindestens 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten zu tragen.

Ist die Förderhöhe je Antragsteller begrenzt?

Nach Nr. 1, Absatz 7 des dritten Aufrufes zur Antrageinreichung ist die maximale Zuwendungssumme auf 5 Mio. Euro pro Antragsteller begrenzt.

Ist die Förderung pro Projekt begrenzt?

In den Förderaufrufen werden jeweils die Höchstsätze für die Förderung der Ladepunkte und der Netzanschlüsse festgelegt. Daneben ist die maximale Zuwendungssumme auf 5 Mio. Euro pro Antragsteller für den derzeit geltenden Förderaufruf begrenzt. Eine konkrete Begrenzung der Förderung pro Projekt ist in der Richtlinie und dem dritten Förderaufruf nicht vorgesehen.

In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt werden die Fördermittel ausgezahlt?

Die Auszahlung der Zuwendungen erfolgt:

• bei Vorhaben mit einer Zuwendung unter 50.000€ nachschüssig nach Vorlage aller notwendigen Unterlagen und deren Prüfung. Die Frist für die Einreichung der vollständigen Verwendungsnachweisunterlagen endet einen Monat nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes.

• bei Vorhaben mit einer Zuwendung ab 50.000€ nachschüssig nach Vorlage und Prüfung eines Ausgabennachweises für das vorangegangene Kalendervierteljahr und den zahlungsbegründenden Belegen. Die Frist für die Einreichung der vollständigen Verwendungsnachweisunterlagen endet einen Monat nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes.


Welche Ausgaben sind zuwendungsfähig?

Zuwendungsfähig sind Ausgaben, die dem Antragsteller durch Beschaffung der Ladeinfrastruktur, dem dafür erforderlichen Netzanschluss und der Montage (Fundament und Tiefbau) der Ladestation entstehen.

Zuwendungsfähige Ausgaben für Normal- und Schnellladepunkte sind zum Beispiel:
• Ladeeinrichtung
• Leistungselektronik
• abgesetzte Leistungseinheiten
• Kennzeichnung
• Parkplatzmarkierung
• Parkplatzsensoren
• Anfahrschutz
• Beleuchtung
• Wetterschutz/Überdachung der Ladeeinrichtung
• Tiefbau
• Fundament
• Installation und Inbetriebnahme
• WLAN
• Vorbereitung der Ladeinfrastruktur für die spätere Unterstützung von ISO/IEC 15118 (Power Line Communication)

Zuwendungsfähige Ausgaben für den Netzanschluss sind zum Beispiel (nur als Bestandteil eines Antrags auf die Förderung von Ladepunkten):
• Netzanschluss
• Zähleranschlusssäule
• Ertüchtigung eines bestehenden Netzanschlusses im Sinne von Nummer 2 der Förderrichtlinie
• Umspannstation
• Baukostenzuschuss
• Hardware/Software für gesteuertes und lastoptimiertes Laden
• Ausgaben für Aufrüstung und Ersatzbeschaffung bei zusätzlichem Mehrwert
• Pufferspeicher

Zuwendungsfähig sind ferner nur Ausgaben, die innerhalb des Bewilligungszeitraums verursacht werden.

Welche Ausgaben sind nicht zuwendungsfähig?

Nicht zuwendungsfähig sind insbesondere:

• Personalausgaben, die beim Antragsteller entstehen
• Ausgaben für Werbetafeln oder ähnliche Werbematerialien
• Ausgaben für Planung und Genehmigungsprozesse
• laufende Betriebs- und Wartungskosten


Kann ein Netzanschluss auch ohne Ladestation gefördert werden?

Ein Netzanschluss ist im Sinne der Richtlinie als Einheit mit der Ladeinfrastruktur zu sehen und daher nicht ohne eine solche förderfähig.


Wie wird die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen?

Zuwendungen sind stets wirtschaftlich und sparsam zu verwenden. Sofern der Antragsteller nicht sowieso ein Vergabeverfahren durchzuführen hat, sollte er die Wirtschaftlichkeit seines Vorhabens nachweisen können, indem er z.B. mindestens drei Vergleichsangebote vorliegen hat oder sonstige Preisermittlungen dokumentiert.


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