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Unter welchen Voraussetzungen ist ein Ladepunkt öffentlich zugänglich?

Ein Ladepunkt ist gem. § 2 Nr. 9 der Ladesäulenverordnung (LSV) öffentlich zugänglich, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum oder auf privatem Grund befindet, sofern der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann.

Der Zugang zur Ladesäule muss 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche ermöglicht werden, andernfalls wird keine Zuwendung gewährt.

Unter welchen Voraussetzungen ist ein Ladepunkt öffentlich zugänglich?

Ein Ladepunkt ist gem. § 2 Nr. 9 der Ladesäulenverordnung (LSV) öffentlich zugänglich, wenn er sich entweder im öffentlichen Straßenraum oder auf privatem Grund befindet, sofern der zum Ladepunkt gehörende Parkplatz von einem unbestimmten oder nur nach allgemeinen Merkmalen bestimmbaren Personenkreis tatsächlich befahren werden kann.

Der Zugang zur Ladesäule muss 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche ermöglicht werden, andernfalls wird keine Zuwendung gewährt.

Welche Abrechnungsmethoden müssen an den Ladesäulen ermöglicht werden?

Der Betreiber eines Ladepunkts hat den Nutzern von Elektromobilen das punktuelle Aufladen zu ermöglichen. Dies stellt er sicher, indem er an dem jeweiligen Ladepunkt

• keine Authentifizierung fordert und die Leistungserbringung, die die Stromabgabe beinhaltet, ohne direkte Gegenleistung oder gegen Zahlung mittels Bargeld in unmittelbarer Nähe zum Ladepunkt anbietet oder
• die für den bargeldlosen Zahlungsvorgang erforderliche Authentifizierung und den Zahlungsvorgang mittels eines gängigen kartenbasierten Zahlungssystems in unmittelbarer Nähe zum Ladepunkt oder mittels eines webbasierten Systems ermöglicht. Dabei sind in der Menüführung mindestens die Sprachen Deutsch und Englisch zu berücksichtigen.

Der Betreiber hat sicherzustellen, dass mindestens eine Variante des Zugangs zum webbasierten Zahlungssystem kostenlos ermöglicht wird.

Die geförderte Ladeinfrastruktur muss darüber hinaus auch vertragsbasiertes Laden ermöglichen. Hierbei ist an Ladeinfrastruktur mit einer Ladeleistung ab 3,7 Kilowatt mindestens der Zugang per RFID-Karte (Multi Standard, Mifare und vergleichbare Standards) und Smartphone-Apps zu ermöglichen. Darüber hinaus können zusätzliche Authentifizierungs- und Abrechnungsmöglichkeiten (z.B. ISO/IEC 15118, Power Line Communication) angeboten werden. Außerdem muss eine Roaming-Anbindung erfolgen.

Sofern ein Betreiber die Stromabgabe ohne Gegenleistung gewährt, müssen die Anforderungen für die Authentifizierung und das vertragsbasierte Laden nicht beachtet werden. Es ist jedoch auch hier für alle Kunden sicherzustellen, dass der Ladepunkt aufzufinden und der dynamische Belegungsstatus einzusehen ist.
Wird innerhalb der Mindestbetriebsdauer des Ladepunktes eine direkte Gegenleistung erhoben, müssen die technischen Anforderungen bzgl. vertragsbasiertem Laden, Authentifizierung und Roaming aus der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur und diesem Zweiten Förderaufruf erfüllt werden.

Welche sonstigen technischen Voraussetzungen muss die Ladeinfrastruktur erfüllen?

Standorte an Bundesautobahnen müssen eine Netzanschlussleistung von mindestens 630 Kilowatt sicherstellen. Die Ladeinfrastruktur muss so ausgestaltet sein, dass eine Aufrüstung auf höhere Ladeleistungen (150 Kilowatt) ohne größeren Aufwand möglich ist.

Für Schnellladepunkte, an denen das Laden mit Gleichstrom möglich ist, muss ein Spannungsbereich von 200 bis 900 Volt sichergestellt sein. Mit dem zweiten Förderaufruf sind nur Schnellladepunkte mit 150 kW Ladeleistung förderfähig.

Für die geförderte Ladeinfrastruktur muss die Remotefähigkeit gegeben sein. Diese kann für Ladeinfrastruktur mit mehreren Ladepunkten (z.B. in Parkhäusern, auf Parkplätzen) auch über ein übergreifendes System (z.B. in Kombination mit Energie- und Lastmanagementsystem) sichergestellt werden.

Der jeweilige Ladesäulenbetreiber muss am gewählten Standort dafür Sorge tragen, dass die Netzanschlussbedingungen des Netzbetreibers eingehalten werden. Der Betrieb der Ladesäulen muss zu den im Förderantrag angegebenen Zeiten gewährleistet sein. Die Verantwortung hierfür liegt beim Ladesäulenbetreiber, der ebenfalls für die sachgemäße Wartung verantwortlich ist. Dabei sind sowohl die Richtlinien der Hersteller als auch die gesetzlichen Vorgaben zu beachten.

Ist eine Kennzeichnung der Ladesäule vorgeschrieben?

Die Stellplätze an geförderter Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum sind durch das Aufbringen eines weißen Sinnbildes (Darstellung eines Elektrofahrzeuges gemäß § 39 Abs. 10 StVO) entsprechend der nachfolgenden Abbildung deutlich als solche zu kennzeichnen. Die Bodenmarkierung soll die komplette Fläche des Parkplatzes umfassen.

Kennzeichnung Ladesäule

Die Stellplätze an geförderter Ladeinfrastruktur im nicht-öffentlichen Straßenraum sind durch das Aufbringen eines weißen Sinnbildes (Darstellung eines Elektrofahrzeuges gemäß § 39 Abs. 10 StVO) auf grünem Grund (RAL 6018) entsprechend der nachfolgenden Abbildung deutlich als solche zu kennzeichnen. Die Bodenmarkierung soll die komplette Fläche des Parkplatzes umfassen.

Kennzeichnung Ladesäule

In begründeten Einzelfällen kann davon abgewichen werden.

An den Ladestationen selber muss das Logo des Fördermittelgebers gut sichtbar angebracht sein. Der mit diesem Bescheid übersandte Aufkleber ist dafür zu verwenden.

Gibt es Vorgaben zum Steckerstandard?

Die in § 3 der Ladesäulenverordnung (LSV) vom 09. März 2016 (BGBl. I S. 457) genannten Vorgaben
zu den Steckerstandards für Normallade- und Schnellladepunkte sind zu beachten.

Beim Aufbau von Normalladepunkten, an denen das Wechselstromladen möglich ist, muss aus
Gründen der Interoperabilität jeder Ladepunkt mindestens mit Steckdosen oder mit Steckdosen und
Fahrzeugkupplungen jeweils des Typ 2 gemäß der Norm DIN EN 62196-2, Ausgabe Dezember 2014,
ausgerüstet werden.

Beim Aufbau von Schnellladepunkten, an denen das Wechselstromladen möglich ist, muss aus
Gründen der Interoperabilität jeder Ladepunkt mindestens mit Kupplungen des Typ 2 gemäß der
Norm DIN EN 62196-2, Ausgabe Dezember 2014, ausgerüstet werden.

Beim Aufbau von Normal- und Schnellladepunkten, an denen das Gleichstromladen möglich ist, muss
aus Gründen der Interoperabilität jeder Ladepunkt mindestens mit Kupplungen des Typs Combo 2
gemäß der Norm DIN EN 62196-3, Ausgabe Juli 2012, ausgerüstet werden.

Gibt es eine Mindestbetriebsdauer der Ladeinfrastruktur?

Betreiber verpflichten sich zu einer Mindestbetriebsdauer von 6 Jahren. Der Nachweis hierzu erfolgt über die Registrierung der In- und Außerbetriebnahme der Ladeinfrastruktur bei der Bundesnetzagentur.