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Welche Medikamente sind spätestens seit den BBhV-Änderungen nicht mehr beihilfefähig?

Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel sowie für sonstige, in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr verordnungsfähige Arzneimittel (z. B. sogenannte Lifestyle-Präparate wie potenzsteigernde Mittel oder Abmagerungs- und Haarwuchsmittel), die nach dem 01.08.2004 gekauft werden, sind nicht mehr beihilfefähig.

Ausgenommen sind Aufwendungen für Arzneimittel für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und Kinder mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Bei bestimmten schwerwiegenden Erkrankungen können im Ausnahmefall auch nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel beihilfefähig sein, sofern sie als Therapiestandard gelten. Die vollständige Ausnahmeliste mit allen anerkannten schwerwiegenden Erkrankungen und den dazugehörigen Arzneimittel- bzw. Wirkstoffgruppen ist in der Bekanntmachung des Gemeinsamen Bundesausschusses in der z. Zt. gültigen Fassung (siehe unter http://www.g-ba.de/) enthalten (Anlage 6 zu § 22 (2) Nr. 3 Buchstabe c BBhV).

Von den vorstehenden Neuerungen sind zahlreiche Medikamente betroffen, deren Aufwendungen nach altem Recht beihilfefähig waren. Vor Inkrafttreten der neuen Bundesbeihilfeverordnung ergangene richterliche Entscheidungen über die Beihilfefähigkeit bestimmter Medikamente (z.B. potenzsteigernde Mittel, Haarwuchsmittel) können deshalb für die Beurteilung der Frage der Beihilfefähigkeit nicht mehr herangezogen werden.