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Werden im Ausland entstandene krankheitsbedingte Aufwendungen erstattet?

Aufwendungen für Leistungen in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union sind wie im Inland entstandene Aufwendungen zu behandeln.

Ohne Beschränkung auf die im Inland entstehenden Kosten sind außerhalb der Europäischen Union entstandene Aufwendungen beihilfefähig, wenn sie für ärztliche und zahnärztliche Leistungen 1000,00 EUR je Krankheitsfall nicht übersteigen.

Den Belegen von mehr als 1000,00 EUR ist eine Übersetzung beizufügen. Bis 1000,00 EUR ist eine kurze Angabe der Antragstellerin oder des Antragstellers über Art und Umfang der Behandlung ausreichend.

Nicht beihilfefähig sind Kosten der Rückbeförderung wegen Erkrankung während einer Urlaubsreise oder anderer privater Reisen.

Da erfahrungsgemäß die Behandlungskosten in einigen Ländern deutlich höher sind als in der Bundesrepublik Deutschland und die Übersetzungen und die fiktive Kostenaufstellung mit hohem Aufwand verbunden sind, empfiehlt sich für jeglichen Auslandsaufenthalt der Abschluss einer zusätzlichen Auslands- oder Reisekrankenversicherung bzw. Rücktransportversicherung.