Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen

Höhe der Zuwendung

FAQ zu "Förderung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge"

Welche Förderquote gilt?

Die maximalen Förderquoten ergeben sich für aus Nr. 4 des 6. Förderaufrufs. Sie betragen
• für Normalladepunkte 40 %,
• für Schnellladepunkte im grauen Bereich 30 %,
• für Schnellladepunkte im blauen Bereich 50 %,
• für Netzanschlüsse die Förderquote, die für die dazugehörigen Ladepunkte gilt, und
• für Modernisierungsmaßnahmen 40 %.

(siehe auch die Antwort auf die nächste Frage)

Wie errechnet sich die Höhe der Fördermittel?

Bemessungsgrundlage für die Höhe der Zuwendung sind die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Die nachfolgend genannten Förderhöhen gelten bei 24 Stunden und 7 Tagen der Woche öffentlicher Zugänglichkeit. Bei mindestens 12 Stunden werktags (montags - samstags) öffentlicher Zugänglichkeit verringern sich die Förderquoten und -beträge jeweils um die Hälfte.

• Normalladepunkte werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 40 Prozent, höchstens jedoch mit
2.500 € pro Ladepunkt,
• Schnellladepunkte im blauen Bereich ab 22 Kilowatt Ladeleistung bis kleiner als 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 50 Prozent bis höchstens 12.000 Euro,
• Schnellladepunkt im blauen Bereich ab einschließlich 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 50 Prozent bis höchstens 30.000 Euro,
• Schnellladepunkte im grauen Bereich ab 22 Kilowatt Ladeleistung bis kleiner als 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 30 Prozent bis höchstens 9.000 Euro,
• Schnellladepunkte im grauen Bereich ab einschließlich 100 Kilowatt Ladeleistung werden mit einem prozentualen Anteil von maximal 30 Prozent bis höchstens 23.000 Euro, gefördert.
• Zur Erreichung eines zusätzlichen Mehrwertes wird die Aufrüstung oder Ersatzbeschaffung von Ladeinfrastruktur sowie die Ertüchtigung von Netzanschlüssen mit einem prozentualen Anteil von maximal 40 Prozent gefördert. Die unter Nr. 4.1 bis 4.3 des 6. Förderaufrufs genannten Höchstbeträge je Förderkategorie gelten entsprechend.

• Ergänzend wird der Netzanschluss pro Standort gefördert. Die Förderquote für den zu fördernden Netzanschluss entspricht der Förderquote der Hardware, die gemäß Nr. 4.1 oder 4.2 des 6. Förderaufrufs gewährt wird.
• Netzanschlüsse an das Niederspannungsnetz werden höchstens mit 5.000 € pro Standort und
• Netzanschlüsse an das Mittelspannungsnetz werden höchstens mit 50.000 € pro Standort
gefördert.

Die Förderung von mehreren Ladepunkten an einer Ladevorrichtung setzt voraus, dass diese gleichzeitig genutzt werden können.

Erfolgt die Förderung anteilig und gibt es eine Eigenbeteiligung?

Die Förderhöhe variiert im 6. Förderaufruf je nach Förderbereich (Normalladepunkt oder Schnellladepunkt) sowie bei Schnellladepunkten je nach Bedarf an dem jeweiligen Standort (Nr. 4.1 bis 4.2).
Die Antragsteller haben daher einen Eigenanteil von mindestens 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben zu tragen.

Ist die Förderhöhe je Antragsteller begrenzt?

In den Förderaufrufen werden jeweils die Höchstsätze für die Förderung der Ladepunkte und der Netzanschlüsse festgelegt. Eine konkrete Begrenzung der Förderhöhe pro Projekt (pro Antrag) ist in der Richtlinie und dem 6. Förderaufruf nicht vorgesehen. Zu beachten ist, dass laut Förderrichtlinie nicht mehr als 20 % des Gesamtvolumens des Förderprogramms an einen Antragsteller vergeben werden dürfen. Damit sind die Fördermittel pro Antragsteller über alle Förderaufrufe auf den Betrag von 60 Mio. € begrenzt.

Ist die Förderung pro Projekt begrenzt?

In den Förderaufrufen werden jeweils die Höchstsätze für die Förderung der Ladepunkte und der Netzanschlüsse festgelegt. Eine konkrete Begrenzung der Förderung pro Projekt ist in der Richtlinie und dem 6. Förderaufruf nicht vorgesehen.

In welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt werden die Fördermittel ausgezahlt?

Die Auszahlung der Zuwendungen erfolgt nach Maßgabe von Nr. 7.5 der Förderrichtlinie:

• bei Vorhaben mit einer Zuwendung unter 50.000€ nachschüssig nach Vorlage aller notwendigen Unterlagen und deren Prüfung. Die Frist für die Einreichung der vollständigen Verwendungsnachweisunterlagen endet einen Monat nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes.

• bei Vorhaben mit einer Zuwendung ab 50.000€ nachschüssig nach Vorlage und Prüfung eines Ausgabennachweises für das vorangegangene Kalendervierteljahr und den zahlungsbegründenden Belegen. Die Frist für die Einreichung der vollständigen Verwendungsnachweisunterlagen endet einen Monat nach Ablauf des Bewilligungszeitraumes.


Welche Ausgaben sind zuwendungsfähig?

Zuwendungsfähig sind Ausgaben, die dem Antragsteller durch Beschaffung der Ladeinfrastruktur, dem dafür erforderlichen Netzanschluss und der Montage (Fundament und Tiefbau) der Ladestation entstehen. Eine Ausgabe entsteht erst mit dem tatsächlichen Zahlungsfluss vom Antragsteller an den Rechnungssteller.

Zuwendungsfähige Ausgaben für Normal- und Schnellladepunkte sind zum Beispiel:
• Ladeeinrichtung
• Leistungselektronik
• abgesetzte Leistungseinheiten
• Kennzeichnung
• Parkplatzmarkierung
• Parkplatzsensoren
• Anfahrschutz
• Beleuchtung
• Wetterschutz/Überdachung der Ladeeinrichtung
• Tiefbau
• Fundament
• Installation und Inbetriebnahme
• WLAN
• Vorbereitung der Ladeinfrastruktur für die spätere Unterstützung von ISO/IEC 15118 (Power Line Communication)

Zuwendungsfähige Ausgaben für den Netzanschluss sind zum Beispiel (nur als Bestandteil eines Antrags auf die Förderung von Ladepunkten):
• Netzanschluss
• Zähleranschlusssäule
• Ertüchtigung eines bestehenden Netzanschlusses im Sinne von Nr. 2 der Förderrichtlinie
• Umspannstation
• Baukostenzuschuss
• Hardware/Software für gesteuertes und lastoptimiertes Laden
• Ausgaben für Aufrüstung und Ersatzbeschaffung bei zusätzlichem Mehrwert
• Pufferspeicher

Zuwendungsfähig sind ferner nur Ausgaben, die innerhalb des Bewilligungszeitraums verursacht werden.

In Anhang 2 des 6. Förderaufrufs sind weitere Beispiele zuwendungsfähiger Ausgaben aufgelistet.

Welche Ausgaben sind nicht zuwendungsfähig?

Nicht zuwendungsfähig sind insbesondere:

• Personalausgaben, die beim Antragsteller entstehen
• Ausgaben für Werbetafeln oder ähnliche Werbematerialien
• Ausgaben für Planung und Genehmigungsprozesse
• laufende Betriebs- und Wartungskosten

In Anhang 2 des 6. Förderaufrufs sind weitere Beispiele nicht zuwendungsfähiger Ausgaben aufgelistet.

Kann ein Netzanschluss auch ohne Ladestation gefördert werden?

Ein Netzanschluss ist im Sinne der Richtlinie als Einheit mit der Ladeinfrastruktur zu sehen und daher nicht ohne eine solche förderfähig.


Wie wird die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen?

Zuwendungen sind stets wirtschaftlich und sparsam zu verwenden. Sofern der Antragsteller nicht ohnehin ein Vergabeverfahren durchzuführen hat, sollte er die Wirtschaftlichkeit seines Vorhabens in der Regel dadurch nachweisen können, dass er mindestens drei Vergleichsangebote eingeholt hat oder sonstige, hiermit vergleichbare Preisermittlungen dokumentiert.


Wie werden Multi- / Triple-Charger gefördert?

Bei Multi- oder Triple-Chargern sind nur die Schnellladepunkte zu beantragen. Trotzdem können die gesamten Ausgaben der Ladesäule zu den Schnellladepunkten zugeordnet werden. Die Schnellladepunkte müssen mehr als 22 kW Ladeleistung besitzen.

Hinweis: In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung bleibt die Ladeleistung des Normalladepunktes unberücksichtigt.

Für die an der Säule befindlichen Normalladepunkte kann kein weiterer Antrag gestellt werden.

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